Lehramtsorientierung im B.A.-Studium

Bereits im B.A. gibt es eine Reihe von Optionen, fachwissenschaftliche Lehrveranstaltungen zugleich unter Lehramtsperspektive zu studieren, ohne dass diese Veranstaltungen fachdidaktische sind:

  • Einzelne B.A.-Veranstaltungen mit fachdidaktischen Perspektiven können im Rahmen des modulungebundenen Arbeitsaufwandes („Freie Veranstaltungen“) studiert werden, z. B. zur Analyse von Unterrichtskommunikation, zum wissenschaftlichen Schreiben, zur Gesprächsanalyse, zu Theaterpraxis und Rollenspiel.
  • Einzelne Module bieten aufgrund ihrer Thematik eine – nicht ausschließlich, aber unter anderem auf Unterricht bezogene – berufliche Kompetenzschulung an; z. B. schulen mögliche gesprächslinguistische Veranstaltungen im Modul „Sprachgebrauch“ die Fähigkeiten, (Gruppen­-) Gesprächsprozesse zu beobachten, in ihren Abläufen besser zu verstehen und selber in solchen Gesprächsprozessen angemessener zu intervenieren.
  • Innerhalb einzelner Module kann die Möglichkeit zu vertiefender Arbeit zu (sprach-) unterrichtsrelevanten Gegenständen gegeben sein, z. B. im Modul „Angewandte Linguistik“ durch ein mögliches Seminar „Unterrichtskommunikation“.

Zudem müssen Sie im Optionalbereich bestimmte Module absolvieren, die einen Lehramtsbezug haben, sog. Lehramtstrack im Optionalbereich).

Versuchen Sie die zudem die Möglichkeit zu nutzen, als Tutor(in) zu arbeiten: Im Germanistischen Institut wird für B.A.-Studierende die Option angeboten (achten Sie auf entsprechende Ausschreibungen!), als Orientierungs-Tutor(in) zu arbeiten, mit entsprechender Ausbildung und Begleitung. Solche reflektierten Erfahrungen können eine wichtige Funktion als hochschuldidaktisches Praktikum gewinnen.

Gewöhnen Sie sich an, das Lehrverhalten Ihrer Lehrenden (in Veranstaltungen, Sprechstunden und Prüfungen) als Modell für mögliches eigenes späteres Lehrerverhalten zu beobachten und zu verstehen.

Gewöhnen Sie sich an, auch Ihr eigenes Verhalten (in Veranstaltungen, Sprechstunden und Prüfungen) als Modell für mögliches späteres Lernerverhalten zu reflektieren. Kommunikation in der Hochschule ist ein interessantes und aufschlussreiches Erfahrungs- und Reflexionsfeld für Kommunikation in der Schule.

Sprechen Sie Ihre Lehrenden auf Ihre Beobachtungen und Überlegungen an. Gemeinsame Evaluation kann wiederum Modell sein für das, was Sie als Lehrer(in) zukünftig an unterrichtsbezogener Evaluation mit Ihren SchülerInnen praktizieren können sollen.

Ihre Leistungen werden im Studium regelmäßig in schriftlichen und mündlichen Versionen gemessen, bewertet, beurteilt, benotet. Reflektieren Sie – mit Ihren Prüfer(inne)n – die Leistungsansprüche, die Aufgabenformate, die Bewertungs- und Benotungskriterien. Sie werden dadurch kompetenter umgehen lernen mit Ihrer zukünftigen Rolle als Bewerter(in) Ihrer Schüler.

 
studienorganisation/med_2016/lehramtsorientierung_im_ba.txt · Zuletzt geändert: 2016/09/14 12:03 (Externe Bearbeitung)
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