Das Literaturverzeichnis

Warum überhaupt ein Literaturverzeichnis?1) Formal korrektes Arbeiten – und darunter fällt auch das korrekte Aufführen verwendeter Literatur – ist in der Germanistik absolut notwendig: Nur dann, wenn die für die wissenschaftliche Fundierung einer Aussage herangezogene Literatur einwandfrei identifiziert werden kann, besteht die Möglichkeit, dass die Literatur rezipiert werden kann (vgl. auch hier). Das Stichwort heißt hier Transparenz; ich muss transparent machen, welche Literatur ich verwendet habe, um meine Arbeit zu verfassen.

Bezüglich der Literaturangaben ist es wichtig, eine Systematik sicher zu beherrschen und konsequent zu verfolgen. Zu den Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens gehört es auch, die Systematik der Literaturangaben den jeweiligen Anforderungen anzupassen und einheitlich anzuwenden.

Grundlegendes & Allgemeines

  1. Die Germanistik unterscheidet mit ihren drei verschiedenen Teilfächern Germanistische Linguistik, Germanistische Mediävistik und Neuere deutsche Literaturwissenschaft zwei verschiedene Notationsweisen: eine sprach- und eine literaturwissenschaftlich-mediävistische.
  2. Die Entscheidung für die eine oder andere Notationsweise ist abhängig von dem Teilfach, in dem Sie Ihre Arbeit schreiben;2) bitte klären Sie immer frühzeitig mit Ihrer Dozentin/ Ihrem Dozenten, welche Notation Sie anwenden sollen. Grundsätzlich gilt:
    • Schreiben Sie eine linguistische Arbeit, nutzen Sie in der Regel die linguistische Notation.
    • Für eine literaturwissenschaftliche oder mediävistische Arbeit wenden Sie üblicherweise die literaturwissenschaftlich-mediävistische Notation an.
  3. Relevante Informationen für die bibliographischen Angaben sind die Daten, die Sie auf dem tatsächlichen Titelblatt finden. Dabei handelt es sich üblicherweise nicht um das Deckblatt einer Publikation (‚Cover‘, ‚Schmutztitel‘), sondern in der Regel um Seite 3 oder 5. Hier werden alle Informationen genannt, die Sie ins Literaturverzeichnis übernehmen müssen; Publikation- bzw. Verlagsorte finden Sie ggf. auf der Rückseite dieses tatsächlichen Titelblattes. Relevant sind also in der Regel die Seiten 3 bis 5.
  4. Namensnennung: Im Literaturverzeichnis werden grundsätzlich alle Namen von Verfassern genannt, und zwar genau in der Reihenfolge, wie sie auch in der Publikation genannt werden. Nur wenn Sie sich innerhalb Ihres Textes auf Literatur mit mehr als drei Verfassern beziehen, nennen Sie lediglich den ersten Verfasser und geben die restlichen durch et al. (und andere) an, vgl. auch hier.
    Im Literaturverzeichnis schreiben Sie also vollständig:
    Braun, Friederike/Susanne Oelkers/Karin Rogalski/Janine Bosak/Sabine Sczesny (2007): „Aus Gründen der Verständlichkeit …“. Der Einfluss generisch maskuliner und alternativer Personenbezeichnungen auf die kognitive Verarbeitung von Texten. In: Psychologische Rundschau 58/3 (2007). S. 183-189
    Im Text selbst verweisen Sie darauf folgendermaßen: Braun et al. (2007)
  5. Bitte beachten Sie, dass bei der Namensnennung der zweiten, dritten usw. Person zwei Varianten ergeben:
    Name, Vorname/Name, Vorname
    oder
    Name, Vorname/Vorname Name.
    Nach unserer Einschätzung ist die Entscheidung für die erste oder zweite Variante Ihre, solange Sie das einheitlich machen.
  1. Sortierung: Die in einer Arbeit verwendete Literatur wird am Ende der Arbeit im Literaturverzeichnis zusammengefasst und alphabetisch anhand der Nachnamen des Verfassers sortiert.3) Bei der Aufführung dieser Literatur im Literaturverzeichnis halten Sie sich an fachspezifische Notationskonventionen.
  2. Primär- und Sekundärtexte: Das Literaturverzeichnis untergliedert sich bei literaturwissenschaftlichen und mediävistischen Arbeiten oft in Primär- und Sekundärliteratur, wobei Primärtexte (= Werke) die untersuchten Texte sind (Objekte der Untersuchung) und Sekundärtexte zum Beispiel Forschungspositionen anderer Verfasser(innen) zu diesen Primärtexten/Werken sein können. In eher sprachwissenschaftlich ausgerichteten Texten wird das Literaturverzeichnis in der Regel nur alphabetisch sortiert; bei empirischen Arbeiten würden Sie die Objekte der Untersuchung – falls es sich um zitierfähige, publizierte Texte handelt – allerdings ebenfalls separat aufführen. Das wäre zum Beispiel dann denkbar, wenn Sie anhand eines Korpus von regionalen Kurzgeschichten die Besonderheiten der Schriftsprache des Ruhrgebietes untersuchten.
  3. Auflagennennung: Gibt es vom zitierten Werk mehr als eine Auflage, so wird diese mit einer entsprechenden Hochzahl vor der Jahresangabe gekennzeichnet. Das gilt allerdings nur dann, wenn diese Auflage eine unveränderte ist und nicht in der bibliographischen Angabe ausdrücklich benannt wird.
    • Bei Roelcke (2010) dürften Sie also die Auflage nicht lediglich durch 32010 markieren, sondern müssten sie durch 3., neu. bearb. Aufl. als Titelteil mitnennen:
Roelcke, Thorsten (2010): Fachsprachen. 3., neu bearb. Aufl. Berlin (= Grundlagen der Germanistik 37).
  • Folgende Faustregel hilft Ihnen hier weiter: Falls Sie nicht sicher sind, ob eine Neuauflage Veränderungen mit sich bringt, schauen Sie sich die Publikation genauer an: Gibt es ein Vorwort zur neuen Auflage? Wird darauf verwiesen, dass Ergänzungen vorgenommen wurden? Kurz: Gibt es Hinweise darauf, dass es sich nicht um einen reinen, unveränderten Neudruck handelt? Falls ja, nennen Sie die Auflage bitte als Titelteil.
  • In Linhart (2013) ist ein Vorwort zur 4. Auflage eingefügt – selbst wenn sich sonst inhaltlich im Vergleich zur 3. Auflage nichts verändert hat, ist davon auszugehen, dass sich die Seitennummerierung verschoben hat. Die Auflage wird daher als Teilbestandteil aufgeführt:
Linhart, Helmut (2013): Der Bescheid. Form, Aufbau und Inhalt. Eine Arbeitshilfe für die öffentliche Verwaltung. 4. Aufl. Heidelberg u. a.
  • In Watzlawick, Beavin & Jackson (2007) gibt es weder auf dem eigentlichen Titelblatt noch anderer Stelle Hinweise auf eine Veränderung, es handelt sich also tatsächlich um einen unveränderten Neudruck der 10. Auflage. Daher können Sie die Auflagenzahl durch die hochgestellte Elf kenntlich machen:
Watzlawick, Paul/Janet H. Beavin/Don D. Jackson (112007): Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. Bern u. a.

Monographie versus Herausgeberschrift (Sammelband)

Zur Erläuterung des Begriffs Monographie:

  • Monographien sind selbständig erschienene Werke von einem oder mehreren Autoren, die sich einem Thema widmen und dieses unter Berücksichtigung einer kontinuierlichen Fragestellung untersuchen.
  • Kapitel innerhalb von Monographien werden nicht einzelnen Autoren zugeordnet, sondern stets den Autoren der Monographie insgesamt; die Autorschaft einzelner Kapitel wird also nicht gesondert gekennzeichnet.
  • Letztlich handelt es sich bei Monographien um Studien oder Untersuchungen zu einem Thema; sie sind insofern vergleichbar mit Zeitschriftenaufsätzen, allerdings mit üblicherweise deutlich größerem Umfang.

Zur Erläuterung des Begriffs Herausgeberschrift (auch: Sammelband):

  • In Herausgeberschriften werden Aufsätze verschiedener Autoren zu einem Thema gesammelt und herausgegeben. Dabei gibt der Titel der Herausgeberschrift in der Regel das Rahmenthema vor, dessen unterschiedlichen Aspekten sich die einzelnen Aufsätze widmen.
  • Im Gegensatz zur Monographie verfolgen die einzelnen Autoren dabei in der Regel (zum Teil sehr) unterschiedliche Fragestellungen.
  • Die Autorschaft wird für jeden Aufsatz individuell verzeichnet.
  • Im Gegensatz zur wissenschaftlichen Zeitschrift erscheinen Herausgeberschriften einmalig, nicht regelmäßig.

Literaturwissenschaftlich-mediävistische Zitation

Monographien

Name, Vorname: Titel. Untertitel, Ort Jahr (ggf. Reihentitel und Band).
Conrady, Karl Otto: Goethe. Leben und Werk, Frankfurt am Main 1987.
Wolf, Norbert Christian: Streitbare Ästhetik. Goethes kunst- und literaturtheoretische Schriften 1771-1789, Tübingen 2001 (Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur 81).
Jeßing, Benedikt/Ralph Köhnen: Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft. 2., aktual. u. erw. Aufl. Mit 39 Abbildungen, Stuttgart/Weimar 2007.

Herausgeberschriften

Name, Vorname (Hg.): Titel. Untertitel, Ort Jahr (ggf. Reihentitel und Band).
Hinck, Walter (Hg.): Sturm und Drang. Ein literaturwissenschaftliches Studienbuch, Kronberg 1978.

Wenn es mehr als zwei Herausgeber(innen) gibt, werden diese in folgenden Format angegeben: Vorname Name u.a.

Aufsatz in einer Herausgeberschrift

Name, Vorname: Titel. Untertitel. In: Sammelband-Name. Hg. von Vorname Name, Ort Jahr (ggf. Reihentitel und Band), S. XX–YY.
Schröder, Jürgen: Individualität und Geschichte im Drama des jungen Goethe. In: Sturm und Drang. Ein literaturwissenschaftliches Studienbuch. Hg. von Walter Hinck, Kronberg 1978, S. 192–213.
Schulte-Sasse, Jochen: Drama. In: Deutsche Aufklärung bis zur Französischen Revolution 1680-1789. Hg. von Rolf Grimminger, München 21984 (Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart 3), S. 423–500.

Aufsatz in einer Zeitschrift

Name, Vornamen: Titel. Untertitel. In: Zeitschriftenname Band (Jahr), S. XX—YY.
Stellmacher, Wolfgang: Grundfragen der Shakespeare-Rezeption in der Frühphase des Sturm und Drang. In: Weimarer Beiträge 10 (1964), S. 323–345.

Lexikon-Artikel

Name, Vorname: Art. ‚Titel‘. Untertitel. In: Lexikon. Hg. von Vorname Name, Ort Jahr, S. XX–YY.

Art. = Artikel; keine Variable!

Landfester, Ulrike: Art. ‚Johann Wolfgang von Goethe. Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand‘. In: Kindlers Literaturlexikon Bd. 6 (2009). S. 334–336.

Werkausgaben

Diese Angaben folgen analog den oben gemachten Vorgaben.

Schiller, Friedrich: Die Räuber. In: Friedrich Schiller. Werke. Nationalausgabe. Bd. 3: Die Räuber. Hg. von Herbert Stubenrauch, Weimar 1953.

Achtung! Werke von Autoren des Mittelalters folgen dieser Form (zu den geschweiften Klammern vgl. unten):

Autorenname. Titel. {Angaben zu Herausgeberschaft und Bearbeitung.} Ort. Jahr. (ggf. Reihe).

Bitte beachten Sie:

  1. Die Angaben in den geschweiften Klammern müssen Sie gemäß den Angaben auf der Titelseite (≠ Schmutztitel, vgl. oben) ergänzen. Die geschweiften Klammern selbst entfallen selbstverständlich in der Literaturangabe. Vgl. auch die folgenden Beispiele.
  2. Der Autorenname wird dabei nicht unterteilt oder umgestellt – bei Oswald von Wolkenstein, Walther von der Vogelweide und Gottfried von Straßburg handelt es sich ausdrücklich nicht um Kombinationen aus Vor- und Familiennamen bzw. Adelstiteln!
Heinrich von Morungen. Lieder. Mittelhochdeutsch und Neuhochdeutsch. Verbesserte und bibliographisch erneuerte Ausgabe. Text, Übersetzung, Kommentar von Helmut Tervooren. Stuttgart 1992. (Reclam Universalbibliothek 9797).
Hartmann von Aue. Gregorius. Herausgegeben von Hermann Paul. Neu bearbeitet von Burghart Wachinger. 14., durchges. Aufl. Tübingen 1992 (Altdeutsche Textbibliothek 2).

Rezensionen

Name, Vorname: Rez. ‚Titel‘. In: Zeitschriftename Band (Jahr), S. XX–YY.

Rez. = Rezension; keine Variable!

Steinhoff, Torsten: Rez. ‚Textsorten. Brücken zur Sprachdidaktik‘. In: Didaktik Deutsch 31 (2011), S. 112–117.

Weitere Publikationsformen

Internetseiten
Name, Vorname: Titel. Untertitel. In: Angabe der genauen Internetseite (zuletzt abgerufen am: xxxx).
Trede, Broder-Jürgen: Bernd Rosemeyer. Rekordjagd in den Tod. In: https://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/1275/rekordjagd_in_den_tod.html (zuletzt abgerufen am: 29.01.13, 09:50).
Zeitungsartikel
Name, Vorname: Überschrift. In: Name der Zeitung. Datum. Ggf. Seitenzahl.
Heim, Georg: Rückspiegel. Vor 75 Jahren stirbt Bernd Rosemeyer. In: WAZ, 18.01.2013.
E-Books

Falls sich das E-Book hinsichtlich der Gestaltung, dem Umfang und/oder inhaltlich von der gedruckten Ausgabe unterscheidet (oder es tatsächlich nur als E-Book verfügbar ist): wie eine gedruckte Publikation, deren Angabe am Ende ergänzt wird um:
Online: Angabe des Links. (Abgerufen am xx.xx.xxxx).

E-Zeitschriften

Falls sich die E-Zeitschrift hinsichtlich der Gestaltung, dem Umfang und/oder inhaltlich von der gedruckten Ausgabe unterscheidet (oder sie tatsächlich nur als E-Zeitschrift verfügbar ist): wie eine gedruckte Publikation, deren Angabe ergänzt wird um:
Online: Angabe des Links. (Abgerufen am xx.xx.xxxx)

Unveröffentlichte Texte

Werden wie bereits veröffentliche angegeben, am Ende der Angabe wird ergänzt:
(unveröffentlicht)

Sprachwissenschaftliche Zitation

Die Zitationsweise sprachwissenschaftlicher Forschungsbeiträge unterscheidet sich vor allem formal von der der Literaturwissenschaften: Das Erscheinungsjahr der Veröffentlichung steht gleich nach dem Verfasser in runden Klammern.4)

Monographien

Name, Vorname (Jahr): Titel. Untertitel. Auflage. Ort: Verlag (ggf. Reihentitel Band).
Goatly, Andrew (1997): The Language of Metaphors. London, New York: Routledge.
Fuhrhop, Nanna (2005): Orthografie. Heidelberg: Universitätsverlag Winter (Kurze Einführungen in die germanistische Linguistik 1).
Wegera, Klaus-Peter/Sandra Waldenberger/Ilka Lemke (2018): Deutsch diachron. Eine Einführung in den Sprachwandel des Deutschen. 2., neu bearb. Aufl. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik 52)

Herausgeberschriften

Name, Vorname (Jahr) (Hg. [bei einem Herausgeber]/Hgg. [bei mehreren Herausgebern]): Titel. Untertitel. Ort: Verlag. (ggf. Reihentitel und Band).
Ehlich, Konrad/Dorothee Heller (2006) (Hgg.): Die Wissenschaft und ihre Sprachen. Bern u. a.: Peter Lang (Linguistic Insights 52).

Diese Schriften nennen Sie nur dann separat, wenn Sie mehr als einen Aufsatz daraus verwenden und ins Literaturverzeichnis aufnehmen. Falls Sie nur einen Aufsatz aus einer Herausgeberschrift verwenden und ins Literaturverzeichnis aufnehmen, erscheinen die bibliographischen Angaben zur Herausgeberschrift beim verwendeten Aufsatz und nicht separat, vgl. unten.

Aufsatz einer Herausgeberschrift

Falls Sie nur einen Aufsatz aus einer Herausgeberschrift verwenden und ins Literaturverzeichnis aufnehmen, werden die bibliographischen Angaben zur Herausgeberschrift bei diesem Aufsatz aufgeführt. Die Herausgeberschrift erscheint dann nicht als separater Eintrag.

Name, Vorname (Jahr): Titel. Untertitel. In: Name, Vorname (Jahr) (Hg./Hgg. [s.o.]): Sammelband-Name. Ort: Verlag. (Reihentitel Band), S. XX-YY.
Guckelsberger, Susanne (2006): Zur kommunikativen Struktur von mündlichen Referaten in universitären Lehrveranstaltungen. In: Ehlich, Konrad/Dorothee Heller (2006) (Hgg.): Die Wissenschaft und ihre Sprachen. Bern u. a.: Peter Lang (Linguistic Insights 52), S. 147-173.
Antos, Gerd (2002): Mythen, Metaphern, Modelle. Konzeptualisierung von Kommunikation aus dem Blickwinkel der Angewandten Diskursforschung. In: Brünner, Gisela/Fiehler, Reinhard/Kindt, Walther (2002) (Hgg.): Angewandte Diskursforschung. Radolfzell: Verlag für Gesprächsforschung. (Grundlagen und Beispielanalysen 1), S. 93-117.

Falls Sie mehr als einen Aufsatz aus einer Herausgeberschrift verwenden und ins Literaturverzeichnis aufnehmen, erscheint die Herausgeberschrift als separater Eintrag; bei den Aufsätzen müssen Sie sie dann nicht mehr vollständig aufführen, sondern nur noch in Kurzform:

Bongo, Giancarmine (2006): Asymmetrien in wissenschaftlicher Kommunikation. In: Ehlich & Heller (2006), S. 175-190.5)

Ehlich, Konrad/Dorothee Heller (2006) (Hgg.): Die Wissenschaft und ihre Sprachen. Bern u. a.: Peter Lang (= Linguistic Insights 52).

Guckelsberger, Susanne (2006): Zur kommunikativen Struktur von mündlichen Referaten in universitären Lehrveranstaltungen. In: Ehlich & Heller (2006), S. 147-173.

Aufsatz in einer Zeitschrift

Name, Vornamen (Jahr): Titel. Untertitel. In: Zeitschriftenname Band (Jahr), S. XX-YY.
Braun, Friederike/Susanne Oelkers/Karin Rogalski/Janine Bosak/Sabine Sczesny (2007): „Aus Gründen der Verständlichkeit …“. Der Einfluss generisch maskuliner und alternativer Personenbezeichnungen auf die kognitive Verarbeitung von Texten. In: Psychologische Rundschau 58/3 (2007), S. 183-189.
Zifonun, Gisela (2006): Sowohl Determinativ als auch Pronomen? Sprachvergleichende Beobachtungen zu dieser, aller und Konsorten. In: Deutsche Sprache. Zeitschrift für Theorie, Praxis und Dokumentation 3 (2006), S. 195-219.

Lexikon-Artikel

Name, Vorname (Jahr): Art. Titel. Untertitel. In: Lexikontitel. Bd. Ort: Verlag.

Art. = Artikel; keine Variable!

Solms, Hans-Joachim/Wegera, Klaus-Peter (1991): Art. Flexion der Adjektive. In: Moser, Hugo/Stopp, Hugo/Besch, Werner (1991) (Hgg.): Grammatik des Frühneuhochdeutschen. Beiträge zur Laut- und Formenlehre. Bd. 3. Heidelberg: Carl Winter Universitätsverlag.

Rezensionen

Name, Vornamen (Jahr): Rezension von Autorenname: Titel. Untertitel. Ort: Verlag Jahr. (=Reihentitel. Band.) In: Zeitschriftenname Band (Jahrgang), S. XX-YY.
Pittner, Karin (2011): Rezension von Angelika Wöllstein: Topologisches Satzmodell. Heidelberg: Winter 2010. VIII, 100 S. (Kurze Einführung in die germanistische Linguistik 8). In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 1 (LXXVIII. Jahrgang), S. 110-111.

Schriften, die nicht eindeutig zuzuordnen sind

Falls zitierbare Texte aufgeführt werden sollen, bei denen etwa ein Autor bzw. Herausgeber nicht erkennbar ist, werden analog zu den o. g. Schemata die für das Auffinden respektive Identifizieren relevanten Angaben genannt:

Duden-Grammatik (2016). Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. 9., vollst. überarb. u. aktual. Aufl. Mannheim u.a.6)

Weitere Publikationsformen

Zeitungsartikel
Name, Vorname: Überschrift. In: Name der Zeitung. Datum. Ggf. Seitenzahl.
Heim, Georg: Rückspiegel. Vor 75 Jahren stirbt Bernd Rosemeyer. In: WAZ, 18.01.2013.
Internetseiten

Für die Angabe von Internetseiten gibt es nicht so eindeutige Vorgaben wie für gedruckte Publikationen; wichtig ist, dass die Benennung eindeutig ist, unbedingt der URL und das Datum des letzten Abrufes angegeben werden.

Werner, Hendrik (2010): Kiezdeutsch bringt auch unsere Sprache voran. In: Welt Online (Hrsg.) (2010): URL: http://www.welt.de/kultur/article3812587/Kiezdeutsch-bringt-auch-unsere-Sprache-voran.html [Stand: 22.08.2010].
E-Books

Ein E-Book wird wie ein gedrucktes Buch zitiert, es wird zusätzlich noch der Link und das Datum des Abrufes angegeben.

Becker-Mrotzek, Michael/Gisela Brünner (2004): Der Erwerb kommunikativer Fähigkeiten: Kategorien und systematischer Überblick. In: Becker-Mrotzek, Michael/Gisela Brünner (2004) (Hgg.): Analyse und Vermittlung von Gesprächskompetenz. Radolfzell: Verlag für Gesprächsforschung. S. 29-46.
http://www.verlag-gespraechsforschung.de/2004/kompetenz/029-046.pdf [Stand: 02.05.2015].
E-Zeitschriften

Falls sich die E-Zeitschrift hinsichtlich der Gestaltung, dem Umfang und/oder inhaltlich von der gedruckten Ausgabe unterscheidet (oder sie tatsächlich nur als E-Zeitschrift verfügbar ist): wie eine gedruckte Zeitschrift, deren Angabe ergänzt wird um:

Angabe des Links. [Abgerufen am: MM.MM.MMMM]

Pittner, Karin (2000): Verschiedene Arten der Art und Weise: zu ihrer Positionierung im Deutschen und Englischen. In: Weydt, Harald/Svetlana Poljakova (2000) (Hgg.): Partikeln/Particles (= Linguistik online 6/2000)
https://bop.unibe.ch/linguistik-online/article/view/1007 [Abgerufen am: 02.05.2015].
Unveröffentlichte Texte

Werden wie bereits veröffentliche angegeben, am Ende der Angabe wird ergänzt:
(unveröffentlicht)

Literaturangaben von mehreren Publikationen eines Autors in einem Jahr

Hat ein Autor in einem Jahr mehrere Publikationen veröffentlicht, werden sie anhand des Titelanfangs alphabetisch sortiert und mit Kleinbuchstaben versehen.

Hoffmann, Lothar (1998a): Austauschprozesse zwischen fachlichen und anderen Kommunikationsbereichen. Theoretische und methodische Probleme. In: HSK 14.1. S. 679-689.

Hoffmann, Lothar (1998b): Fachtextsorten als Wissenschaftssprachen IV: das fachinterne Gutachten zu wissenschaftlichen Arbeiten. In: HSK 14.1. S. 500-504.

Hoffmann, Lothar (1998c): Syntaktische und morphologische Eigenschaften von Fachsprachen. In: HSK 14.1. S. 416-427.

HSK 14.1 = Hoffmann, Lothar/Kalverkämper, Hartwig/Wiegand, Herbert Ernst (1998) (Hgg.): Fachsprachen. Languages for Special Purposes. Ein internationales Handbuch zur Fachsprachenforschung und Terminologiewissenschaft. 1. Halbbd. Berlin/New York: de Gruyter (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft HSK 14.1)7)

Bitte beachten Sie, dass die Nennung des Handbuchs (letzter Punkt der Liste oben) keinen Kleinbuchstaben in der Jahreszahl erhält, da hier nicht nur Lothar Hoffmann verantwortlich zeichnet, sondern zwei weitere Personen – das schließt eine Uneindeutigkeit aus, da Belege im Text anders aussähen.


Ursprungstext: Sebastian Brass, Verena Holland, Marvin Wehrmann | Überarbeitung: Daniel Händel | Weitere Überarbeitung: Tutor(inn)en-Team im Sommersemester 2018 und im Wintersemester 2018/19

1) Anstelle des Begriffs Literaturverzeichnis wird gelegentlich auch der Begriff Bibliographie verwendet. Es scheint aber Unterschiede in der Verwendung zu geben: Das Literaturverzeichnis gehört zu einer wissenschaftlichen Arbeit und verzeichnet die konkret für diese Arbeit genutzte Literatur. Die Bibliographie zu einem bestimmten Thema kann auch unabhängig von einer wissenschaftlichen Arbeit angefertigt werden; sie enthält dann alle relevanten Literaturangaben zu diesem Thema und kann etwa zur Vorbereitung einer Prüfung dienen.
2) Sie wenden für Ihr Literaturverzeichnis stets die eine oder andere Notationsweise konsequent an – die Notation variiert nicht nach Titel! Verwenden Sie für eine linguistische Arbeit, etwa zum Thema Metaphern, auch literaturwissenschaftliche Texte, dann verzeichnen Sie diese selbstverständlich nach linguistischem Muster.
3) Falls Namenszusätze auftreten, etwa von, ist der Anfangsbuchstabe des Nachnamens ausschlaggebend, nicht des Namenszusatzes. Die folgende Angabe würde also unter D einsortiert, nicht unter V:
van Dijk, Teun A. (1980): Textwissenschaft. Eine interdisziplinäre Einführung. Deutsche Übersetzung von Christoph Sauer. Tübingen
4) Während sich in der Literaturwissenschaft die Angaben lediglich auf Verfasser, Titel, Ort und Erscheinungsjahr beschränken, so wird bei der sprachwissenschaftlichen Zitation oft – aber nicht zwangsläufig! – der Verlag mit angegeben. Bitte klären Sie das ggf. rechtzeitig mit Ihrer/Ihrem Lehrenden.
5) Die Angabe des Publikationsjahres der Herausgeberschrift ist redundant, da sich das Publikationsjahr aus dem des Aufsatzes erschließen lässt. Dennoch empfehlen wir aus Gründen der Vollständigkeit die Nennung des Jahres.
6) Im Fließtext würden Sie sich darauf über die Angabe Duden-Grammatik (2016) beziehen.
7) Gerade bei Handbüchern wie diesem ist es legitim, eine solche abgekürzte Zitationsweise zu verwenden. Aus Gründen der Auffindbarkeit sollte die Abkürzung vor der bibliographischen Angabe genannt werden; einsortiert wird dann aber nach den ganz normalen Regeln, also nach den Anfangsbuchstaben des erstgenannten Verfassers.
 
reader/07/07.3_schreiben.txt · Zuletzt geändert: 2018/11/23 12:43 von haendel
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